Unser Wappenfisch die Schleie (Tinca tinca), auch der Schlei genannt, gehört zu den Karpfenartigen (Cypriniformes) und lebt überwiegend am Grund langsam strömender oder stehender Gewässer.

Die Grundfarbe der Schleie ist dunkel oliv; eine rot-goldene Zuchtform („Goldschleie“) wird bisweilen in Zierteichen gehalten. Auffallend ist ein hoher Schwanzstiel mit gerade abschließender Schwanzflosse. Das Seitenlinienorgan verläuft fast waagerecht bis zur Schwanzwurzel. Die dicke Haut ist schleimig und mit kleinen Rundschuppen bedeckt. Diese Schleimhaut wirkt neuen Untersuchungen zufolge antibakteriell und pilzhemmend, sowohl für den Fisch selbst als auch für die Brut. Das endständige Maul ist vorstülpbar und mit zwei kurzen Barteln versehen.

Schleien werden 20 bis 40 Zentimeter groß, maximal sind 70 Zentimeter bei 10 Kilogramm denkbar.

Die Schleie ist ein geschätzter Speisefisch und gilt als schmackhafter als der Karpfen. Ihr Fleisch wird als fest, grätenreich und fettarm beschrieben.  Goldfarbene Schleien (sogenannte Goldschleien) werden für Gartenteiche und Parkteiche gezüchtet. In der Teichwirtschaft werden aufgrund ihres wesentlich schnelleren Wachstums mehr Karpfen und Forellen als Schleien erzeugt. Die Schleie gilt als Nebenfisch der Karpfen-Teichwirtschaft, sie spielen eine wichtige Rolle als Besatzfische für Angelvereine. Schleien wurden züchterisch nicht so intensiv bearbeitet wie Karpfen.

Die Schleie war in Deutschland und in Österreich Fisch des Jahres 2007. Sie ist mit ‚Least Concern‘ in der Liste der bedrohten Tierarten der IUCN klassifiziert.                                               (Quelle Wikipedia)